Ich wähle Hitsch Brosi weil...
"Ich wähle Hitsch Brosi weil ich als angehende Sekundarlehrerin für eine starke, gradlinige Bildungspolitik bin."Lara Eicher
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Akzeptanz von Rumantsch Grischun
Die Arbeitsgruppe Rumantsch Grischun wurde Mitte der 90-er Jahre eingesetzt, weil der Streit die romanische Sprachgruppe spaltete und die Meinungen immer stärker polarisierte. Der Sprachenfriede schien ernsthaft bedroht, so dass sich die Regierung entschloss, eine Arbeitsgruppe aus Befürwortern und Gegnern einzusetzen. Der Auftrag lautete, die Akzeptanz und Zweckmässigkeit des Rumantsch Grischun abzuklären und Vorschläge für die Einführung oder Gründe für die Nicht-Einführung dar zu legen. Letztendlich stand natürlich die Sorge um die bedrohte Sprache und die Bedrohung des Sprachenfriedens im Vordergrund.
Die Aufgabe gestaltete sich äusserst schwierig. Aber es gelang ein Klima gegenseitiger Verständigung zu schaffen. Allein die Einsicht, dass der andere ebenfalls aus echter Sorge um die romanische Sprache handelte, konnte eine gewisse Emotionalität aus der Diskussion nehmen und liess eine zielorientierte Diskussion zu.
Die Arbeitsgruppe konnte einen pragmatischen Weg einschlagen und orientierte sich an der Frage der Akzeptanz. In einer breit angelegten Umfrage klärte sie zusammen mit dem Institut Cultur prospectiv die Haltung der Romanen und Romaninnen zu ihrer Sprache, deren Idiomen und zu Rumantsch Grischun. (Nachzulesen in Gloor, Hohermuth, Meier, Meier: Fünf Idiome – eine Schriftsprache?) Die Untersuchung zeigte die ganze Problematik auf. Eigentlich sah eine Mehrheit eine Zukunft für das Romanische nur über eine gewisse einheitliche Schriftsprache und unter den Vorschlägen konnte Rumantsch Grischun mehr Akzeptanz als jedes einzelne Idiom verzeichnen, aber eben doch keine Mehrheit.
Wie weiter? – Die Arbeitsgruppe empfahl der Regierung eine ganz vorsichtige Berücksichtigung des Rumantsch Grischun in amtlichen und öffentlichen Bereichen, betonte dabei, dass zu beobachten sei, ob die vorsichtige Öffnung eine zunehmen-de Akzeptanz bewirken könne. Genau dieser Vorschlag zeigt aber auch die paradoxe Situation: Die Einführung einer gemeinsamen Schriftsprache verlangt viel Zeit, die man nicht mehr hat.
Die Sorge um ihre Sprache berührt die meisten Romanen und Romaninnen. Die Situation in welcher sich das Romanische in ihrer Lebenswelt befindet hingegen ist sehr unterschiedlich. So entstehen auch ganz unterschiedliche Rezepte. Und aus der eigenen Perspektive tönt der Vorschlag des andern völlig falsch.
Unsere Sprachenvielfalt ist ein Kulturgut, das wir vielleicht nicht mehr retten können. Aber wir müssen alles versuchen – das ist es wert.
Die Aufgabe gestaltete sich äusserst schwierig. Aber es gelang ein Klima gegenseitiger Verständigung zu schaffen. Allein die Einsicht, dass der andere ebenfalls aus echter Sorge um die romanische Sprache handelte, konnte eine gewisse Emotionalität aus der Diskussion nehmen und liess eine zielorientierte Diskussion zu.
Die Arbeitsgruppe konnte einen pragmatischen Weg einschlagen und orientierte sich an der Frage der Akzeptanz. In einer breit angelegten Umfrage klärte sie zusammen mit dem Institut Cultur prospectiv die Haltung der Romanen und Romaninnen zu ihrer Sprache, deren Idiomen und zu Rumantsch Grischun. (Nachzulesen in Gloor, Hohermuth, Meier, Meier: Fünf Idiome – eine Schriftsprache?) Die Untersuchung zeigte die ganze Problematik auf. Eigentlich sah eine Mehrheit eine Zukunft für das Romanische nur über eine gewisse einheitliche Schriftsprache und unter den Vorschlägen konnte Rumantsch Grischun mehr Akzeptanz als jedes einzelne Idiom verzeichnen, aber eben doch keine Mehrheit.
Wie weiter? – Die Arbeitsgruppe empfahl der Regierung eine ganz vorsichtige Berücksichtigung des Rumantsch Grischun in amtlichen und öffentlichen Bereichen, betonte dabei, dass zu beobachten sei, ob die vorsichtige Öffnung eine zunehmen-de Akzeptanz bewirken könne. Genau dieser Vorschlag zeigt aber auch die paradoxe Situation: Die Einführung einer gemeinsamen Schriftsprache verlangt viel Zeit, die man nicht mehr hat.
Die Sorge um ihre Sprache berührt die meisten Romanen und Romaninnen. Die Situation in welcher sich das Romanische in ihrer Lebenswelt befindet hingegen ist sehr unterschiedlich. So entstehen auch ganz unterschiedliche Rezepte. Und aus der eigenen Perspektive tönt der Vorschlag des andern völlig falsch.
Unsere Sprachenvielfalt ist ein Kulturgut, das wir vielleicht nicht mehr retten können. Aber wir müssen alles versuchen – das ist es wert.







