"Die Ausbildung unserer Jugend ist der Schlüssel zur
erfolgreichen Wissens- gesellschaft. Das Bildungswesen trägt dafür wesentliche Verantwortung.
Die kompetente Führung des kantonalen Bildungswesens bedarf einer praxiserprobten
und parteipolitisch unabhängigen Persönlichkeit.
Ich wähle Hitsch Brosi. "
Davos
Kulturforschung
Mit seinen beeindruckenden Arbeiten über das Alpwesen in Graubünden und die Volkskunde in der Schweiz hatte der Schierser Gymnasiallehrer Richard Weiss in den frühen Nachkriegsjahren eigentlich die moderne Disziplin der Kulturforschung geschaffen und mit ihm entstand in Zürich der erste Lehrstuhle für Volkskunde.
Als er als Unterländer, wo er die Veränderung von Gesellschaftsstrukturen sowie Lebens- und Arbeitswelt bereits erlebte, nach Schiers kam, wurde ihm schnell klar, dass im Alpwesen Graubündens noch Strukturen vorlagen, die so nicht mehr lange existieren werden, und er begann diese in seiner Freizeit zu dokumentieren.
Genau genommen war er aber nicht der erste. Mit der ‚Einfalten Delineation’ von Sererhard, der ‚Kulturgeschichte der drei Bünde’ von Sprecher oder den volkskundlichen Schriften des populären Churer Bischoffs Caminada führte er eine Tradition fort.
Die Gründung des Vereins für Kulturforschung Graubündens erlaubte es, wichtige Forschungsprojekte durchzuführen allen voran mit dem Handbuch für Bündner Geschichte. Studien wie ‚das Funktionieren der Dreisprachigkeit in Graubünden’ sind von grosser Bedeutung für sprachenplanerische Massnahmen.
Wer die Eigenheiten des Kantons Graubünden verstehen will, muss seine Vergan-genheit studieren.
Die Kulturgeschichte des Kantons Graubünden ist ausserordentlich spannend. Es lohnt sich, diese zu ergründen.







