"Ich unterstütze Christian Brosi, weil er zukunftsorientiert
arbeitet. "
Sozialdiakonin
Politisches AnliegenIch setze mich für einen Kanton Graubünden ein, das für die kommenden Generationen ein intakter Lebensraum ist:
Oder einfach: Was für eine Welt übergeben wir der nächsten Generation? |
über die Lehrerknappheit im kanton graubündenLehrerknappheit – eine Herausforderung für Politik und Gesellschaft
Die Babyboomer-Jahrgänge kommen ins Alter. Tatsächlich werden in den kommenden zehn Jahren diese geburtenstarken Jahrgänge in Pension gehen und grosse Lücken hinterlassen. In unserer Wirtschaft wird ein Defizit an Fachkräften und Erfahrung entstehen, warnen Statistiker und Prognostiker. Die Schule wird von dieser Entwicklung nicht mehr und nicht weniger betroffen als andere Wirtschaftszweige, aber sie startet aus einer schwierigeren Lage. Denn bereits heute fehlt es an qualifizierten Lehrpersonen. Graubünden die Bildungsecke der SchweizGraubünden – die Bildungsecke der Schweiz! Eine Vision, die nicht Vision bleiben muss.
Insgesamt belegen rund 1'200 Studierende die Bachelor-, Master- und Diplom-Studiengänge der drei Bündner Hochschulen. Es sind dies die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW), die Pädagogische Hochschule Graubünden (PHGR) und die Theologische Hochschule Chur (THC). Eine beachtliche Zahl, besonders wenn man bedankt, dass Bildungsinstitutionen nicht nur ein Wirtschaftsfaktor sind, sondern ebenso bedeutende Faktoren für die Standortattraktivität. Umbau mit klaren PrioritätenDie Volkschulen im Kanton Graubünden sind eine riesige Baustelle. Auf einer Bau-stelle kann man nicht unterrichten, denn Unterricht braucht Ruhe und Konzentration. Wie aber soll eine Lehrperson sich auf den Unterricht konzentrieren, wenn sie ständig auf der Baustelle tätig ist, sich umorientieren muss, neuen Anforderungen genügen sollte? Hände weg von bewährten Strukturen!Die Baustelle wirkt chaotisch. Strukturveränderungen, gesellschaftliche Anforderungen, aktuelle Forderungen gehen kreuz und quer ineinander über. Mein Eindruck: Niemand hat wirklich noch den Überblick. Prioritäten wären gefragt, sind aber nicht vorhanden. Volksschule als VerbundaufgabeMit der Neuordnung des Finanzausgleiches im Kanton Graubünden soll die Finanzierung der Volksschule grundsätzlich einmal Sache der Gemeinden werden. Die Konsequenzen dieses Schrittes beschreibt Fabio Cantoni, Präsident des Verbandes Lehrpersonen Graubündens (LEGR) im Bündner Tagblatt vom 4. August treffend: Das duale Bildungsystem – der grosse Trumpf unserer BildungDas duale Bildungssystem der Schweiz mit Berufsbildung und Gymnasium darf nach wie vor als ausgezeichnetes und erfolgreiches Modell bezeichnet werden. Es ist ein Vorzeigemodell. Und zwar als Ganzes, d.h. mit der Möglichkeit je den geeigneten Weg zu beschreiten. Mittelschulen: Erhalt der regionalen VerteilungMit Ausnahme von Mittelbünden hat der Kanton Graubünden eine erstaunlich breite Abdeckung mit Mittelschulen - dank den privaten Internatsschulen. Das ist für die Attraktivität der Regionen ein nicht zu unterschätzender Faktor. Dass dies erkannt ist, drückt auch Art. 89 der Kantonsverfassung aus: Der Kanton sorgt für ein dezentrales Mittelschulangebot. Bildungsinstitutionen als volkswirtschaftliche Chance GraubündensVor allem auf der Sekundarstufe II und auf der Tertiärstufe kann der Kanton Graubünden Bildung vermehrt als Chance nutzen. Bildung kann mit den modernen Kommunikationsmitteln auch dezentral auf hohem Niveau angeboten werden. Kultur und SprachenDer Wert von Kultur für unsere Identität ist ebenso wenig zu unterschätzen wie für einen attraktiven Lebensraum, ja sogar für den Tourismusstandort. Kultur ist die Auseinandersetzung mit unserer Befindlichkeit. In ihr finden wir unsere Identität und Eigenart. Diese Auseinandersetzung muss immer wieder von Neuem geschehen. Sobald sie stehen bleibt, wird sie zur Folklore. Dann ist sie nur noch die vorgehängte alte Fassade eines neuen Gebäudes. MuseenDie Museumslandschaft Graubündens hat sich in den letzten Jahren enorm entwickelt und ist wesentlich professioneller geworden. Wir haben einige echte Perlen in unseren Tälern. Das Museum Regiunal Surselva in Ilanz zum Beispiel oder die Ciäsa grande in Stampa, um nur zwei herauszugreifen. TheaterEs ist immer wieder überwältigend, wie in Festspielen professionelles und Laientheater ineinander wirken. Wer sich überlegt, was in den letzten zehn Jahren im Kanton Graubünden alles produziert wurde, kann kaum von einer Theatermisere reden. Das funktioniert aber nur, wenn es eine lebendige Laientheater, aber auch professionelles Theaterschaffen in Graubünden gibt. MusikBündner Kantonalgesangsverband (BKGV), Graubündner kantonaler Musikverband (GKMV), Verband Sing- und Musikschulen Graubünden – drei Organisationen, die für ein breites, lebendiges und vom Niveau her äusserst beachtliches Musikschaffen in unserem Kanton stehen. KulturforschungMit seinen beeindruckenden Arbeiten über das Alpwesen in Graubünden und die Volkskunde in der Schweiz hatte der Schierser Gymnasiallehrer Richard Weiss in den frühen Nachkriegsjahren eigentlich die moderne Disziplin der Kulturforschung geschaffen und mit ihm entstand in Zürich der erste Lehrstuhle für Volkskunde. DreisprachigkeitDie Dreisprachigkeit mit ihrer Vielfalt an Idiomen und Dialekten ist die spezifische Eigenart des Kantons Graubünden. Eigentlich unser kulturelles Markenzeichen. Durch die starke geografische Kammerung, welche Talschaften bis weit ins 20. Jahrhundert als weitgehend in sich geschlossene Lebensräume bewahrte, konnte sich eine stark differenzierte Sprachlandschaft erhalten, welche aber in den letzten 50 Jahren von einem gewaltigen Erosionsprozess erfasst wurde. Die NFA ist kein ausgereiftes Projekt!Dass eine Überarbeitung und Neugestaltung des kantonalen Finanzausgleiches notwenig ist, bestreiten die wenigsten.
Dass die Bewertung der Finanzkraft der Gemeinden an die aktuelle finanzielle Realität an-gepasst wird, ist ein notwendiger Schritt. Dass die dem Parlament und Stimmvolk vorgelegten Zahlen korrekt sind, steht - zumindest für mich – ausser Zweifel. Das Vertrauen ins Finanzdepartement, welches diese Vorlage ausgearbeitet hat, besteht voll und ganz. Und dennoch ist es kein ausgereiftes Projekt: Bei der Entflechtung der Finanzströme standen finanzpolitische Argumente ganz oben, sachpolitische und strategische jedoch fanden nicht genügend Berücksichtigung. Herausgekommen ist eine Vorlage, die finanztechnisch überzeugt, aber in einigen Sachbereichen eine gefährliche Destabilisierung und Entsolidari-sierung schafft. |







